- Wege zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise
- Die Weltwirtschaft im Sinkflug - die wirtschaftlich-finanziellen
Kerndaten mit Schwerpunkt USA
- Der Wirtschaftsaufschwung unter F.D. Roosevelt: Vorbild und Praxis
- Europas Aufgabe bei der Schaffung eines "Neuen Bretton Woods"
Innerhalb weniger Wochen nach den Präsidentschaftswahlen am 7. November
2000 verwandelte sich das angeblich beispiellose "amerikanische
Wirtschaftswunder" in einen ganz realen Alptraum. Die Fassade
vom Paradigma der "New Economy" - mit angeblich stets
wachsenden Untemehmensgewinnen, "Wertzuwächsen" von
Aktien, Konsumausgaben und Produktivitätssteigerungen - ist
rasant zerbröckelt. Dahinter zeigten sich eine gigantische
Verschuldung von Unternehmen und Haushalten, ein monströses
Handels- und Zahlungsbilanzdefizit, dahinschmelzende Aktienkurse,
einbrechende Konsumausgaben und anschwellende Entlassungen. Unter
den Wirtschafts-"Experten" sehen wir nun massenweise
"Kaiser ohne Kleider", während eine Handvoll von
Ökonomen, Lyndon LaRouche an hervorragender Stelle, bestätigt
sind. Der Oberguru der Weltfinanzen, Alan Greenspan, dem geradezu
magische Fähigkeiten angedichtet wurden, hat aller Welt gezeigt,
daß er, von Panik getrieben, nur noch die "Flucht nach
vorn" in Richtung
Inflation antreten kann. Aber mit weiteren Zinssenkungen,
Steuerabschlägen und neuen Rüstungsprogrammen wird die
Bush-Administration die systemische Finanz- und Wirtschaftskrise
nicht in den Griff bekommen. Die konkrete Gefahr besteht darin, daß
man schon bald als "letztem Mittel" zu einem
Notstandsregime Zuflucht nimmt, da das angeblich so erprobte
"Krisemanagement" einfach nicht mehr funktioniert.
In der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre hatten die Vereinigten
Staaten das Glück, daß Franklin D. Roosevelt im letzten
Moment die Gefahr eines "amerikanischen Faschismus"
abbiegen und mit einer am Gemeinwohl orientierten Wirtschaftspolitik
sein Land aus der Depression herausführen konnte. Einen
ähnlichen Ansatz vertrat der herausragende deutsche Ökonom
Wilhelm Lautenbach, der von 1931-1933 von Teilen der Regierung, der
Wirtschaft und der Gewerkschaften unterstützt wurde. An diesen
Vorbildern knüpft LaRouches wirtschaftspolitisches
Anti-Krisenprogramm an. Parlamentarier in den USA, Europa und vielen
anderen Ländern unterstützen die von LaRouche in Gang
gesetzte Initiative für eine "Neue Bretton-Woods"
Reorganisation des Weltwährungssystems.
Der Diskussionsprozeß des Berliner EIRNA-Seminars in März
2001, an dem Ökonomen und Parlamentarier aus Europa und den USA
teilnahmen, erbrachte als Ergebnis, daß die Erfahrungen von
Roosevelts Politik in der Großen Depression und des
"Bretton-Woods"-Systems der Nachkriegszeit unanfechtbar
beweisen, daß eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaftspolitik
des Staates auch mit schwersten Krisen fertigwerden kann.
Inhalt: Die Reden des EIRNA-Seminars am 5. März 2001 in Berlin
Vorwort: Die Realwirtschaft kommt zuerst - dann die Finanzen!
Michael Liebig
Die Weltwirtschaft im Sinkflug - die wirtschaftlich-finanziellen
Kerndaten mit Schwerpunkt USA
Lothar Komp, Wiesbaden
Der Wirtschaftsaufschwung unter F.D. Roosevelt: Vorbild und Praxis
Lyndon LaRouche, Leesburg, VA
Ansätze zur Neuordnung des Weltwährungssystems
Prof. Wilhelm Hankel, Bonn
Globalisierung, Multinationale Konzerne und Arbeitnehmer
Dr. Nino Galloni, Rom
Die gegenwärtige Lage und die Entwicklungsperspektiven der
Wirtschaft Rußlands
Prof. Dr. Tatjana Iwanowna Korjagina, Moskau
Das heutige US-Wirtschaftsmodell: "Nach uns die Sintflut"
Dr. Kurt Richebächer, Cannes
Europas Aufgabe bei der Schaffung eines "Neuen Bretton Woods"
Jacques Cheminade, Paris